Ostern retreat von korneleus OFM

 Ostermontag Abend

Als der Sabbat vorüber war,

kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus. und Salome wohlriechende Öle,

um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.

Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.

Sie sagten zueinander:

Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen? Doch als sie hinblickten, sahen sie, er war sehr groß.

dass der Stein schon weggewälzt war;

Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.

Er aber sagte zu ihnen:

Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wohin man ihn gelegt hat.

Nun aber geht und sagt seinen Jüngern und dem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

(Mk 16,1-7)

Wie schaue ich zurück in die Vergangenheit und wie schaue ich nach vorne in die Zukunft?

Was macht mich im Blick zurück dankbar?

Worin sehe ich im Blick nach vorne meine konkrete Sendung?

Osterdienstag Vormittagm

Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist.


Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen.


Doch sie waren wie mit Blindheit geschlagen, sodass sie ihn nicht erkannten.


Er fragte sie:


Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen,


und der eine von ihnen er hieß Kleopas - antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie. Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret.


Er war ein Prophet, mächtig in Wort und Tat vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohenpriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen


und ans Kreuz schlagen lassen.


Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde.


Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Aber nicht nur das: Auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt.


Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe.


Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten, ihn selbst aber sahen sie nicht.


Da sagte er zu ihnen: Begreift ihr denn nicht?


Wie schwer fällt es euch, alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Messias all das erleiden, um so in seine Herrlichkeit zu gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten,


So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren.


was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. Bleib doch bei uns; denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt. Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben.


Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten:


Und als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot.


sprach den Lobpreis, brach das Brot und gab es ihnen. Da gingen ihnen die Augen auf und sie erkannten ihn,


dann sahen sie ihn nicht mehr.


Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?


Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die anderen Jünger versammelt.


Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt


und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. (Lk 24, 13-35)


einen Weg mitgehen, gemeinsam unterwegs bleiben


zuhören


- helfen, Leben zu verstehen sich aufhalten lassen und sich einlassen


Wo begegne ich diesen Herausforderungen? Wie gehe ich damit um?

Osterdienstag Nachmittag


Ein Mann war krank,


Lazarus aus Betanien, dem Dorf, in dem Maria und ihre Schwester Marta wohnten. Maria ist die, die den Herm mit Ol gesalbt und seine Füße mit ihrem Haar abgetrocknet hat, deren Bruder Lazarus war krank. Daher sandten die Schwestern Jesus die Nachricht. Herr, dein Fraund ist krank. Als Jesus das hörte, sagte er. Diese Krankheit wird nicht zum Tod führen, sondern dient der Verherrlichung Gottes: Durch sie soll der Sohn Gottes verherrlicht werden. Denn Jesus liebte Marta, ihre Schwester und Lazarus.


Als Jesus ankam, fand er Lazarus schon vier Tage im Grab liegen. Betanien war nahe bei Jerusalem, etwa fünfzehn Stadien entfernt. Viele Juden waren zu Marta und Maria gekommen, um sie wegen ihres Bruders zu trösten.


Als Maria dorthin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sagte zu ihm: Herr, wärst du hier gewesen, dann wäre mein Bruder nicht gestorben. Als Jesus sah, wie sie weinte und wie auch die Juden weinten, die mit ihr gekommen waren, war er im Innersten erregt und erschüttert.


Er sagte: Wo habt ihr ihn bestattet?


Sie antworteten ihm: Herr, komm und sieh!


Da weinte Jesus.


Die Juden sagten: Seht, wie lieb er ihn hatte! Einige aber sagten: Wenn er dem Blinden die Augen geöffnet hat, hätte er dann nicht auch verhindern können, dass dieser hier starb?


Da wurde Jesus wiederum innerlich erregt und er ging zum Grab. Es war eine Höhle, die mit einem Stein verschlossen war.


Jesus sagte: Nehmt den Stein weg! Marta, die Schwester des Verstorbenen, entgegnete ihm: Herr, er riecht aber schon, denn es ist bereits der vierte Tag. Jesus sagte zu ihr. Habe ich dir nicht gesagt:


Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen? Da nahmen sie den Stein weg.


Jesus aber erhob seine Augen und sprach:


Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast.


Ich wusste, dass du mich immer erhörst;


aber wegen der Menge, die um mich herum steht, habe ich es gesagt: denn sie sollen glauben, dass du mich gesandt hast.


Nachdem er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus!


Da kam der Verstorbene heraus;


seine Füße und Hände waren mit Binden umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch verhüllt.


Jesus sagte zu ihnen: Löst ihm die Binden und lasst ihn weggehen! (Joh 11, 1-5.171.32-44)


Komm heraus!


Bindet ihn los! Lasst ihn gehen!


Was will mir Jesus damit sagen?

Donnerstag Vormittag


Thomas, der Didymus genannt wurde, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam.


Die anderen Jünger sagten zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen.


Er entgegnete ihnen:


Wenn ich nicht das Mal der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in das Mal der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.


Acht Tage darauf waren seine Jünger wieder drinnen versammelt und Thomas war dabei.


Da kam Jesus bei verschlossenen Türen, trat in ihre Mitte und sagte: Friede sei mit euch!


Dann sagte er zu Thomas:


Streck deinen Finger hierher aus und sieh meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!


Thomas antwortete und sagte zu ihm: Mein Herr und mein Gott!


Jesus sagte zu ihm: Weil du mich gesehen hast, glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben. (Joh 20,24-29)


Versteckte Wunden können nicht heilen. Kenne ich diese Erfahrung?


„Von allen Seiten werden wir in die Enge getrieben und finden doch noch Raum; wir wissen weder aus noch ein und verzweifeln dennoch nicht; wir werden gehetzt und sind doch nicht verlassen; wir werden niedergestreckt und doch nicht vernichtet" (2 Kor 4,8ff) Habe ich das schon erlebt?


Wo müsste ich mich mehr schützen? Wo möchte ich umgekehrt meine dicke Haut ablegen, um mich berühren zu lassen, auch wenn ich dabei verletzt werde?

Donnerstag Nachmittag


In derselben Nacht stand Jakob auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Mägde sowie seine elf Kinder


und durchschritt die Furt des Jabbok.


Er nahm sie und ließ sie den Fluss überqueren.


Dann schaffte er alles hinüber, was ihm sonst noch gehörte. Als er allein zurückgeblieben war,


rang mit ihm ein Mann, bis die Morgenröte aufstieg.


Als der Mann sah, dass er ihn nicht besiegen konnte, berührte er sein Hüftgelenk.


Jakobs Hüftgelenk renkte sich aus, als er mit ihm rang.


Er sagte: Lass mich los; denn die Morgenröte ist aufgestiegen. Er entgegnete: Ich lasse dich nicht los, wenn du mich nicht segnest.


Er fragte ihn: Wie ist dein Name? Jakob, antwortete er.


Er sagte: Nicht mehr Jakob wird man dich nennen, sondern Israel - Gottesstreiter - ;


denn mit Gott und Menschen hast du gestritten und gesiegt.


Nun fragte Jakob: Nenne mir doch deinen Namen!


Er entgegnete: Was fragst du mich nach meinem Namen? Dann segnete er ihn dort.


Jakob gab dem Ort den Namen Penuël - Gottes Angesicht - und sagte: Ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen und bin doch mit dem Leben davongekommen.


Die Sonne schien bereits auf ihn, als er durch Penuël zog;


er hinkte an seiner Hüfte.


Darum essen die Israeliten


den Muskelstrang über dem Hüftgelenk nicht bis auf den heutigen Tag:


denn er hat Jakobs Hüftgelenk, den Hüftmuskel berührt.


(Gen 32,23-33)


Wo erlebe ich momentan eine Übergangssituation? Kenne ich dabei das Ringen in der Nacht?


Was heißt das in meinem Leben: Ich bin verwundet - aber gesegnet!

Mittwoch Vormittag


Am ersten Tag der Woche


kam Maria von Magdala frühmorgens, als es noch dunkel war, zum Grab und sah, dass der Stein vom Grab weggenommen war.


Sie blieb draußen vor dem Grab stehe und weinte.


Während sie weinte, beugte sie sich in die Grabkammer hinein.


Da sah sie zwei Engel in weißen Gewändern sitzen,


den einen dort, wo der Kopf,


den anderen dort, wo die Füße des Leichnams Jesu gelegen hatten.


Die Engel sagten zu ihr: Frau, warum weinst du?


Sie antwortete ihnen: Man hat meinen Herrn weggenommen, und ich weiß nicht, wohin man ihn gelegt hat.


Als sie das gesagt hatte, wandte sie sich um und sah Jesus dastehen, wusste aber nicht, dass es Jesus war.


Jesus sagte zu ihr: Frau, warum weinst du? Wen suchst du?


Sie meinte, es sei der Gärtner, und sagte zu ihm: Herr, wenn du ihn weggebracht hast,


sag mir, wohin du ihn gelegt hast. Dann will ich ihn holen.


Jesus sagte zu ihr: Maria!


Da wandte sie sich ihm zu und sagte auf hebräisch zu ihm: Rabbuni!, das heißt Meister.


Jesus sagte zu ihr: Halte mich nicht fest, denn ich bin noch nicht zum Vater hinaufgegangen. Geh aber zu meinen Brüdern und sag ihnen: Ich gehe hinauf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott und zu eurem Gott.


Maria von Magdala ging zu den Jüngern und verkündete ihnen: Ich habe den Herrn gesehen. Und sie richtete aus, was er ihr gesagt hatte. (Joh 20, 1.11-18)


Wo suche ich Jesus? Hat er mich schon einmal an einem unerwarteten Ort überrascht?


„Ich habe dich beim Namen gerufen, du gehörst mir", sagt Gott beim Propheten Jesaja. (Jes 43,1) Ich gehe mit diesem Satz ins Gebet.


Jesus sagt zu mir: Halte mich nicht fest! Was bedeutet das für mich?

Mittwoch Nachmittag


Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen liebte, die in der Welt waren, liebte er sie bis zur Vollendung.


Es fand ein Mahl statt


und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.


Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus sagte zu ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn ausliefern würde; darum sagte er. Ihr seid nicht alle rein.


Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe. (Joh 13,1-15)


Ich schaue auf mein Leben: Was macht da Jesus mit mir?


Ich schaue auf unsere Gemeinde oder Gemeinschaft: Was macht da Jesus mit uns?

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